Manchmal im Leben muss man sich an seine Anfänge erinnern, überdenken woher man kommt. Nicht, um im Vergangenen zu verweilen. Sondern um zu sehen, wie man angefangen hat. Was war die eigene Intention zu Anfang. Woran hat man geglaubt, als man seinen Weg in egal welcher Sache begann. Bevor einen dunkle Stunden haben zweifeln lassen, haben hadern lassen. Einen vielleicht sogar vom Weg abgebracht haben. Das Leben bedeutet Veränderung. Aber es passiert so viel in auf einem Lebensweg. Menschen kommen, Menschen gehen. Man kann alles besitzen, sich am Zenit seines Optimums glauben, sich im eigenen Licht wähnen, nur um im nächsten Moment wieder alles zu verlieren und sich am Grunde des Selbstes wiederfinden. Das Innere, wie wir uns nur im stillen Kämmerlein zeigen, wenn uns niemand beobachtet und alle Maske wegfällt, passt sich oft an in dieser Gesellschaft. Muss es um Rollen und Aufgabe zu erfüllen. Und ehe man sich versieht, wird aus der Maske, die wir im Leben tragen müssen, das Ich. Es wird nicht zu unserer Person, aber wir definieren unser Selbst nach ihr und vergessen, wer wir eigentlich wirklich sind. Genau dabei kann uns dann ein Blick zurück wieder aufwecken. Was ist zu Beginn unseres Pfades mal unsere Intention gewesen, bevor uns das Leben und auch Hindernisse ab und an zwangen auch mal einen Deal mit dem Teufel oder Dämonen des Innern einzugehen. So oft und so viel, bis wir unsere eigene Essenz verloren und vergessen haben. Natürlich sind wir keine Engel. Und das leichtfertige Urteil des bösen Menschen maße ich mir nicht an über Andere. Denn wie schon immer sagt das Urteil über einen Anderen mehr über mich selbst aus als über den zu Urteilenden.
Unschuldig und naiv starten wir in dieses Leben. Bis wir auf die ersten Hindernisse treffen. Dann passen wir uns an, strukturieren um. Wir fallen, wir wollen aufgeben. Das ist der Moment, wenn sich die Spreu vom Weizen trennt. Denn wer sich durch Schwierigkeiten hindurch boxt, wird stärker und wächst an Möglichkeiten, die er auch nur momentan braucht, um einen Stolperstein zu überwinden. Aber wer an den Horizont der Möglichkeiten und des eigenen Potentials will, der wird viel mehr Stolpersteine finden als wenn er nur der breiten Masse folgt. Denn der Weg, dem er folgt, den ist noch kein Anderer vor ihm gegangen. Und auf gewisse Weise ist er auch nur für ihn selber bestimmt. Auf lange Sicht wird der Weg ein einsamer sein. Man trifft an Abzweigungen auf andere Menschen. Man harmonisiert eine Zeit lang, nur um zu erkennen irgendwann, dass diese Menschen nicht die Zukunft auf dem Pfad begleiten. Sie waren eine Lektion, eine Weise um zu Reifen. Denn es mag sein, das man sich persönlich weiterentwickelt hat durch die Hindernisse, die man überwunden hat. Man schaut tiefer, man weiß bereits eine ganze Menge mehr als der, der nur der breiten Masse folgt. Und ab und an muss man Menschen gehen lassen. Sie sind einfach nicht für den Weg bestimmt, den man weiter beschreitet. Andere Menschen begleiten uns ein ganzes Leben. Dabei kommt es auch drauf an, wie sich das zwischenmenschliche Gefüge zusammensetzt. Sind dies nur Menschen mit denen man Small Talk hält oder wissen die wirklich etwas aus unserer Tiefe? Solche Menschen ein ganzes Leben zu halten beherbergt keine Schwierigkeit, da sie nie unsere Entwicklung hemmen oder mit ihr kollidieren. Aber Menschen, mit denen wir alles teilen, mögen keinen Platz in unserer Zukunft haben, wenn sie sich nicht mit uns weiterentwickeln. Denn sie sehen immer das alte Bild von uns und wollen uns auch dort fest halten. Sie hemmen unsere Entwicklung und die Freiheit der Transformation, weswegen Weiterentwicklung manchmal auch Abschied bedeutet. Vom alten Selbst als auch Menschen, die sich nicht mit uns weiterentwickeln. Nicht, weil man was Besseres ist, sondern weil der Weg nun eine Abzweigung nimmt, der man alleine folgen muss. Kein Mensch weiß wann der eigene weg zu Ende ist. Vielleicht ist er dies nur niemals. Bis zum letztendlichen Ende, wenn wir vergehen. Vielleicht gibt es auch kein richtiges Ziel, das man erreichen muss oder kann. Vielleicht ist es das Gehen an für sich des Weges, um das es geht.
Wohin eine jede Reise auch gehen mag, sie endet niemals. Und das Schöne ist, dass man nie auslernt. Sich selber definiert, umformt anpasst. Immer und immer wieder. Lebensjahr um Lebensjahrzehnt entwickelt und formt uns weiter aus. Und was auch kommen mag, wir sind bereit Lektion und Lehre als auch Transformation bereitwillig zu empfangen, zu vollführen. Denn nur wir alleine wissen warum wir etwas machen und das nächste lassen. Mehr braucht es für den inneren Frieden auch nicht.
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