Ruhe in der Kraft und Kraft durch Ruhe. Man ruht sich aus des Nachts zur stillen Stunde. Man geht spazieren, ohne Hetze ohne Hast. Man sitzt auf der Bank im goldenen Sonnenschein. Man lässt Minuten, Sekunden und auch Stunden verstreichen. Nichts muss, alles kann. Sicher verschwindet die Welt nicht einfach, weil man sie ausblendet. Aber durchatmen, den Geist befreien von allem, das einen hemmt, ein erster Schritt Richtung eigenem Frieden. Viel verlangt diese, unsere Welt von uns. Dies soll man tun, dies soll man lassen. Hier ist es falsch den Mund aufzumachen, dort soll man schweigen. Niemand ist die Norm. Es gibt dort draußen weit mehr Verrückte als als solche diagnostiziert sind. Wobei Verrückt schon wieder ein toller Begriff ist. Verrückt von der Norm, einfach entrückt der Normalität. Der Durchschnitt ist eine Linie und weit mehr fällt unter sie oder über sie. Viel mehr, das eben nicht mehr normal ist. Ich persönlich habe für mich nie als Intention gesehen normal zu sein. Ich wollte auch nie anders sein. Aber man sucht sich nicht aus, wozu man sich entwickelt. Sicher kann man gewollt Richtungen aussuchen, der Abbiegung folgen, die Nächste weglassen, aber wohin es am Ende geht, das weiß man selber so auch nur nicht genau. Deswegen suchen wir uns auch nicht willentlich aus, ob wir Normal oder Anders sind. Die Gesellschaft nun wertet aber in normal, verrückt anders und grenzt vielleicht sogar aus. Als hätte man es sich selbst so ausgesucht. Man darf deswegen natürlich nicht verbittern, gleiches mit gleichem vergelten. Man akzeptiert einfach Umstände, die man eben nicht ändern kann. Äußere Umstände bilden eine Wirklichkeit mit, aber sie definieren nicht ihren Gehalt. D.h. Als Meister meines inneren Erlebens bestimme ich nicht mein Sein, aber die Realität meiner Gedanken. Und das ist schon fast das ganze Sein. Denn durch mein Denken bestimme ich auch über meine Ausstrahlung. Und so definiert sich auch die Rolle in der Gesellschaft im Zusammenleben. Wie man sieht, kann man von der Gesellschaft als verrückt zwar abgestempelt werden, aber man muss diesen Stempel nicht für sein Sein annehmen, sondern sich darüber erheben und sich als Meister eigener Gedanken die eigene Welt definieren, in der man lebt und verweilt.
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