Die Stille kennt meinen Namen. Und ich bin ihre wärmenden Arme gewohnt. Nach all dem Trubel der Welt, dem Chaos einer nie stillstehenden Welt, begrüße ich ihren eigenen Raum. Sie ist der stille Beobachter, der es nie müde wird auf mich zu warten. Und wenn ich nun hier sitze vor meinem Computer, schmiegt sie sich leise an mich, flüstert mir die einladenden Worte zu inne zu halten, zu verweilen, zu ruhen. Ich kann nicht anders, ich folge ihrer Einladung und lausche nur meinen eigenen Gedanken. Ohne Videos, doch mit leichter sanfter Musik, die meine Gedanken nicht bremst. Die Stille sitzt neben mir, beobachtet mich. Sie ist der schweigende Freund, der mir zuhört ohne zu urteilen, zu bewerten oder mich unter Druck zu setzen. Sie hat keinen Bestand, keinen Körper und genau das macht sie so besonders. Sie hat eine Präsenz, die durch mein innerstes Sein gefüllt wird ohne dass es sie zerstört oder überlagert. Sie ist der Raum, der unendlich erscheint und der Ursprung egal welcher Idee sein kann. Sie ist immer da und wird es auch immer sein. Mich sanft einladen ihr zu folgen und mich dem zu widmen, was zu schnell vergessen wird. Die eigenen Gedanken, haben oftmals mehr Wert als alle schnell scrollbaren Bilder der virtuellen oder auch echten Welt. Hier bin ich ein Mensch, der sich nicht vergleichen muss, nicht zu erreichen hat und sein darf, wozu es ihm eben beliebt. Die Stille erzählt nicht weiter. Sie hat das offene Ohr, zu lauschen, einfach nur zu sein. Sie setzt sich neben Dich, empfängt Dich egal wie Du eben bist. Keine Voraussetzungen, kein Preis. Sie ist für jeden Menschen von anderer Präsenz und doch ist sie auch immer gleich. Der eine Ort, wo die Gedanken mit Dir sprechen. Dich auffordern, dem zu lauschen was für niemanden Anderen bestimmt ist, als alleine nur für Dich. Was Du begreifst, verinnerlicht und vielleicht auch erst verstehst, kann Dich genau so weiterentwickeln, wie jede noch so wissenschaftliche Lektüre. Wenn sich das nächste Mal die Stille zu Dir setzt, schick sie nicht weg mit dröhnenden Boxen, sondern versuche einmal zu lauschen, welchen Ort sie Dir erschaffen will. Denn oftmals ist es weitaus mehr das was Du brauchst, als Dir irgendetwas Anderes geben könnte.
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Lieber Bruno, Deine vielfältigen Gedanken über die Stille haben mich nachdenklich gemacht. Stille in Verbindung mit leiser Musik öffnen den Weg zum Raum der Seele.
Die Stille ist ein guter Ratgeber, der wegweisend flüstert, ihr zu folgen und hineinzuhorchen in die eigene Wahrheit. Doch die Erfahrung rät dazu, sie in uns abzuwägen, denn Wahrheit ist oft doppelzüngig wie eine Schlange. – In der Stille wachsen Gedanken, wie Blumen nebeneinander. Duftende, schöne, aber auch giftig betörende. Unsere Welt ist eine Welt, in der Gedanken Träger der Realität sind.
Jedes Mal, wenn man denkt, ist ein Gedanke auf der Astralebene ein kleines farbiges Licht. Es ist genau wie die Flamme einer Kerze, aber es hat viele Farben. Jeder Gedanke hat eine andere, je nach der Natur des Gedankens. So sieht ihn die geistige Welt. Es liegt am Menschen selbst, sie zum Leuchten zu bringen.
Alles Liebe Dir und einen schönen Sonntag, wünscht Gisela.
Ich danke Dir für diesen wirklich schönen Kommentar. Ich habe mich noch nie mit Astralebene und der Gleichen beschäftigt. Suche eher meine Wahrheit in der Realität, die ich sehen kann. Aber dennoch spreche ich allem die Möglichkeit zu zu existieren. Mein Denken und mein Glaube sind nicht alles, was Allgemeingültigkeit hat. Hab Du auch einen schönen Sonntag. 🙂