Der Tag räkelt sich noch in der Dunkelheit und dem sich ergießenden Regen. Dunkelheit ist das Wort, das die Umstände definiert. Nicht in meinem Innern, aber in der noch müden Welt. Und so harmonisiert mein Sein mit dem drehenden Ball, auf dem ich nur ein winziges Lichtlein bin. Ich falle nicht auf, ich wandere durch die Begebenheiten, mal groß im Glauben, mal nichtig und klein. Aber ich existiere, ich lebe in einer Wirklichkeit deren zufälligen Begebenheiten ich nicht steuern kann. Wie auf dem Meer treibe ich umher durch Jahre und Jahrzehnte. Von Boje zu Boje, von Halt zu Hilflosigkeit. Vielleicht erreiche ich irgendwann Grund und Boden, solange bis die nächste Welle kommt, die mich mitnimmt in die nächste momentane Wirklichkeit. Es stört mich im Grunde nicht, denn so wie sich alles immer wieder neu definiert, so lerne und begreife, verstehe ich unabänderlich. Dieses Meer des Lebens ist eine Aufgabe. Nicht zu hinterfragen, auch wenn der Geist es mag und macht, da er nicht anders kann. Ich treibe weiter, vielleicht in Richtung eines Leuchtturms, dessen Licht mich anzieht. Vielleicht treffen Du und Ich uns phasenweise um zusammen zu treiben. Dann sei dem So. Das Leben gibt mir Lektionen und Lehre aus dem unendlichen Ozean, auf dass ich begreife und verstehe, ob ich will oder nicht.
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