Durch die Dunkelheit zu wandeln und das eigene Licht zu verstecken, heißt nicht unbedingt, dass man verloren ist. Es kann sein, ohne von Erleuchtung zu reden, dass man sich vergessen hat. Im Trubel der Welt, auf seinen Pfaden, kann so unendlich viel passieren. Man kann sich im Grunde nicht darauf vorbereiten, ist nie gewappnet. Die Kunst besteht nicht darin nie zu fallen, aber einfach niemals aufzugeben. Man muss nicht immer voran gehen, kann sich auch hinten in einer Schlange anstellen, um nicht aufzufallen. Aber da dimmende Licht im Innern kann einem keiner nehmen. Nicht die geifernden Löwen, die auf die Schwäche zielen, als auch weniger noch die Dämonen, die selten der Übernatürlichkeit entspringen, viel öfter der Dunkelheit und Tiefe im Innern. Menschen wollen nichts von einer scheinbaren Erlösung wissen. Denn die bezahlt keine Miete. Noch so schöne Worte, selbst wenn sie einen Moment versüßen, sind vergessen, wenn man sich nicht ihren Inhalt nicht verarbeiten, verinnerlichen oder auch mit identifizieren kann. Darum suchen wir nicht den Horizont der Allmöglichkeit als viel mehr das blasse Blatt am Boden, das übersehen wird. Denn in seiner braun roten Färbung spricht es von dem Gemälde der Natur, passend zum Herbst und kündet den Wechsel der Jahreszeiten an. So spricht es mehr Wahrheit als das schönste Gemälde, das von einem Traum erzählt.
Discover more from Bruno Schelig
Subscribe to get the latest posts sent to your email.